NåNTING MåSTE Gå SöNDER - SOMETHING MUST BREAK

Donnerstag, 16. Oktober 2014, 20.00 |

Ester Martin Bergsmark, Schweden 2014, 82 ', Digital, Original mit deutschen Untertiteln

Derr diesjährige Hit in der Mitte führt ins sommerliche Stockholm. Der androgyne Sebastian, Anfang 20, sucht zwischen dem öden Lagerhallen-Job und flüchtigem Klappen-Sex nach sich selbst. Am liebsten wäre er Ellie, eine Frau. Eines Nachts trifft Ellie/ Sebastian in einer brenzligen Situation auf Andreas und verliebt sich auf der Stelle. Andreas ist auch deutlich angetan, aber davon überzeugt, nicht "schwul zu sein" und wird von Ellie/Sebastian immer wieder in seiner "Männlichkeit" herausgefordert.

Basierend auf einem Buch von Eli Levén, mit dem Regisseur*in Ester Martin Bergsmark bereits POJKTANTEN (siehe S. 40) realisierte, er zählt SOMETHING MUST BREAK in rauhen Bildern und mit starkem Soundtrack eine kraftvolle Geschichte über die Höhen und Tiefen des Zu-sich-selbst-Findens in einer Welt, die nur zwei Geschlechter kennen will. Nicht zuletzt dank der beeindruckenden Hauptdarstellerin (Saga Becker), die Ellie/Sebastian eine durchdringende Authentizität verleiht, gab es für den Film den renommierten Tiger Award beim Filmfestival in Rotterdam und zahlreiche Preise bei queeren Festivals weltweit. sb In Anwesenheit von Ester Martin Bergsmark und Saga Becker.

Passage Kino 1

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    Viele Jahrzehnte lang war St. Pauli die unkonventionelle Vorstadt Hamburgs, Hafen- und Vergnügungsviertel. Hier sammelten sich die Menschen, die innerhalb der Stadtmauern nicht erwünscht waren. Auch die LGBTQI+ Community fühlte sich hier willkommen – wo die Kaufmannstochter mit dem Seemann tanzen konnte, waren auch gleichgeschlechtliche Paare auf der Tanzfläche nichts Anrüchiges.
    Auf diesem Stadtteilrundgang geht es um Verfolgung der queeren Community während der Zeiten, in denen der Paragraph 175 noch Bestand hatte – viele Biografien hinter Stolpersteinen erzählen Geschichten dazu. Auf der anderen Seite fand die Community kreative Schlupflöcher, etablierte Orte der Begegnung und übte Widerstand gegen Diskriminierung. Queere Menschen waren und sind in der Sexarbeit, als Wirt*innen und als Künstler*innen tätig und haben auf St. Pauli einiges bewegt. Wir schauen uns queere Orte der Ausgehkultur der letzten hundert Jahre bis heute an und stoppen für einen Drink in der ältesten Schwulenbar Hamburgs. Eine Buchung vor der Tour ist leicht, aber zwingend nötig! Entweder per Mail oder Buchung auf der Website.

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    Wir mixen für euch Espresso Martini, kühlen den Schaumwein und halten die Würfel fürs Tuntenroulette parat.

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