Hammerschlag

Donnerstag, 16. April 2026, 15.00 bis 22.00 |
Freitag, 17. April 2026, 15.00 bis 22.00 |
Sonntag, 19. April 2026, 11.00 bis 18.00 |

Ausgehend von dem legendären Hamburger »Hammerschlag« kartiert der Hamburger Künstler Simon Schultz die enge Verflechtung von queerer Identität, Aktivismus und Zeitgeschichte. Ein polizeiliches Überwachungssystem in Hamburger Toiletten sammelte bis 1980 Namen für sogenannte »Rosa Listen« – bis queerer Widerstand einen Überwachungsspiegel buchstäblich mit einem Hammer zerschlug.

Die performative Ausstellung mit Führung und Workshops spürt dem Skandal der »Hamburger Spiegelaffäre« von 1980 nach. Der Bogen wird bis zu den heute brennenden Themen Kunst, Aktivismus, Selbstzensur und Social Media gespannt. Was einmal der Polizist hinter dem Spiegel war, sind heute selbsternannte Tiktok-Sittenwächter, deren Spiegeltricks nach anderen Hämmern rufen. Ästhetische Geschichtsforschung als sprengende Ausstellung: Achtung vor fliegenden Scherben!

HAMMERSCHLAG ist eine begehbare Installation, die das Publikum auf eigene Faust entdecken oder als geführte Tour erleben kann. Zusätzlich finden Talks, Panels und Workshops im Setting der Installation statt, die die Geschichte des Überwachungsskandals an das Heute anbindet.

Der Eintritt in die Ausstellung ist kostenlos. Kostenlose Tickets für die Führungen gibt es auf der Kampnagel Wesbeite: https://kampnagel.de/produktionen/simon_schultz_hammerschlag

K4 – Kampnagel
Jarrestraße 20
Hamburg

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