Josep Caballero García: T/HE/Y

Samstag, 23. Mai 2015, 21.00 |

Der spanische Tänzer und Choreograf Josep Caballero García, der schon für Pina Bausch und Urs Dietrich auf der Bühne stand, sucht in seinen Arbeiten stets einen tänzerischen Umgang mit Genderfragen. Für sein neues Stück beschäftigt ihn das Thema Männlichkeit als körperliche Alltagsperformance und nicht-biologische Kategorie. Dafür setzt er sich mit zwei männlich-identifizierten Performern über ihre individuellen Performancepraktiken auseinander. Mit dabei sind der Musiker Black Cracker, der für seine unkonventionellen Texte schon mehrfach ausgezeichnet wurde, und Océan leRoy, ein Multimedia- Künstler und Performer. Beide sind bekannte Figuren der Berliner Underground-Szene. Da keiner der drei eine normative Männlichkeit lebt, nennen sie sich T/HE/Y – ein Pronomen, das in queeren Umfeldern geläufig ist, um jenseits von Mann/Frau-Dichotomien, Personen möglichst geschlechtsneutral bezeichnen zu können. Im Stück eignen sie sich gegenseitig ihr unterschiedliches Bewegungsmaterial und ihre Körperpraktiken an und stellen Männlichkeit als performative Arbeit und körperliche Anstrengung aus.

Kampnagel
Jarresstraße 20
Hamburg

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