Edward II von Derek Jarman

Samstag, 17. Mai 2014, 20.00 |
Sonntag, 18. Mai 2014, 21.00 |
Donnerstag, 22. Mai 2014, 20.00 |

EDWARD II
UK 1991, 90 Min., OmU, 35mm, R: Derek Jarman mit: Steven Waddington, Tilda Swinton, Nigel Terry, Annie Lennox
Jarman sucht sich mit Edward dem II. als zentraler Figur einen Außenseiter des englischen Königshauses aus, beschrieben in einer Bearbeitung des englischen Dramatikers Christopher Marlowe (1564-93), auch einem Außenseiter in der elisabethanischen Literatur. Der Text wurde eins zu eins übernommen. Die Modernität des Films entsteht jedoch durch die visuelle Ebene die Jarman für den Stoff findet. Historisch belegt war Edward der II. schwul. Jarman betont die Skandalisierung einer unkonventionellen Liebesbeziehung, der zugetraut wird, ein gesamtes Königreich ins Chaos zu stürzen. Ein Stück / Film über Machtgier, Intrigen und Intoleranz. Er webt aktuelle Proteste gegen die Regierung Thatcher von queeren AktivistInnen in den Film ein. So unterläuft er quasi die Zensur mit raffinierten stilistischen Mitteln. Der tatsächlich grausame Tod des Königs, wird bei Jarman in einer Traumsequenz angedeutet, jedoch anders aufgelöst.
„Wie macht man einen Film über eine schwule Liebe, der nicht verboten wird? Man findet ein verstaubtes altes Theaterstück und missbraucht es!“ (Derek Jarman)

Vorfilm: GAELLE OBIEGLY
AT 2011, 3 Min., ohne Dialog, 16mm, R: Friedl vom Gröller
Die Inszenierung steht im Vordergrund. Ein Film über das Nicht-Sehen-Können und über die Umkehrung des Blickregimes.

B-Movie - Kino auf St.Pauli
Brigittenstraße 5 (im Hinterhof)
Hamburg

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    Viele Jahrzehnte lang war St. Pauli die unkonventionelle Vorstadt Hamburgs, Hafen- und Vergnügungsviertel. Hier sammelten sich die Menschen, die innerhalb der Stadtmauern nicht erwünscht waren. Auch die LGBTQI+ Community fühlte sich hier willkommen – wo die Kaufmannstochter mit dem Seemann tanzen konnte, waren auch gleichgeschlechtliche Paare auf der Tanzfläche nichts Anrüchiges.
    Auf diesem Stadtteilrundgang geht es um Verfolgung der queeren Community während der Zeiten, in denen der Paragraph 175 noch Bestand hatte – viele Biografien hinter Stolpersteinen erzählen Geschichten dazu. Auf der anderen Seite fand die Community kreative Schlupflöcher, etablierte Orte der Begegnung und übte Widerstand gegen Diskriminierung. Queere Menschen waren und sind in der Sexarbeit, als Wirt*innen und als Künstler*innen tätig und haben auf St. Pauli einiges bewegt. Wir schauen uns queere Orte der Ausgehkultur der letzten hundert Jahre bis heute an und stoppen für einen Drink in der ältesten Schwulenbar Hamburgs. Eine Buchung vor der Tour ist leicht, aber zwingend nötig! Entweder per Mail oder Buchung auf der Website.

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    Bar
    „QUEERES GEDECK - Neue Kannen fürs Piccadilly“

    „QUEERES GEDECK - Neue Kannen fürs Piccadilly“
    Auch in 2026 immer donnerstags in der Piccadilly Bar

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    Wir freuen uns auf euch! Beate, Bas und Dominik

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