QueerHistoryMonth | Trockne niemals Tränen ohne Handschuhe: AIDS in den 1980ern | Lesung und Gespräch

Donnerstag, 21. Mai 2026, 17.30 bis 19.30 |

QueerHistoryMonth | Trockne niemals Tränen ohne Handschuhe: AIDS in den 1980ern | Lesung und Gespräch
Die AIDS-Krise der 1980er Jahre – Erinnern, erzählen, verstehen. Gardells Dokumentarroman erzählt von Liebe, Freundschaft, Angst und Solidarität in einer Zeit, in der AIDS das Leben vieler schwuler Männer radikal veränderte. Die Geschichte spielt im Stockholm der späten 1980er und frühen 1990er Jahre – und steht zugleich stellvertretend für eine Generation, deren Erfahrungen bis heute nachwirken.

QUEERHISTORYMONTH

Vom 01. bis 31. Mai 2026 findet der QueerHistoryMonth in Hamburg (www.queerhistoryhamburg.de) statt. Verschiedene Veranstaltungen im Rahmen des Festivals machen die Geschichte(n) der queeren Community in Hamburg erlebbar. Alle sind herzlich willkommen – Kings, Quings, Queens, Allies, Freunde, (Wahl-) Familien und alle dazwischen und außerhalb!

Veranstaltung

Dr. Gottfried Lorenz stellt den international gefeierten Dokumentarroman Trockne niemals Tränen ohne Handschuhe des schwedischen Autors Jonas Gardell vor – ein bewegendes literarisches und dokumentarisches Zeugnis über die Zeit der HIV/AIDS-Krise in den 1980er Jahren in Schweden.

Der Dokumentarroman erzählt – auf der Grundlage von Recherchen, Zeitzeugnissen und realen Erfahrungen – die Geschichte einer Gruppe junger schwuler Männer im Stockholm der 1980er Jahre, einer Zeit, in der die aufkommende AIDS-Epidemie ihr Leben radikal verändert. Im Zentrum stehen Liebe, Freundschaft, Hoffnung und die Suche nach Zugehörigkeit, aber auch Angst, gesellschaftliche Ausgrenzung und der Verlust vieler Weggefährten.

Mit großer emotionaler Kraft und einem klar dokumentarischen Blick schildert der Autor, wie die Krankheit eine ganze Generation erschütterte und zugleich neue Formen von Solidarität innerhalb der Community entstehen ließ. So verbindet das Werk persönliche Schicksale eng mit der historischen Realität der damaligen Zeit und gilt als eines der eindrucksvollsten literarischen Zeugnisse über die AIDS-Krise.

Dr. Goffried Lorenz hat das Werk aus dem Schwedischen ins Deutsche übersetzt; die deutsche Übersetzung ist erst in diesem Jahr (2026) erschienen. Für diese Ausgabe hat er den Text zudem umfassend ergänzt: mit erläuternden Anmerkungen, historischen Einordnungen sowie eigenen Essays und Stadterkundungen, die die Geschichte der AIDS-Krise und des queeren Lebens in einen größeren gesellschaftlichen Kontext stellen.

In der Lesung wird Lorenz ausgewählte Passagen präsentieren, Einblicke in die Entstehung der deutschen Ausgabe geben und gemeinsam mit dem Publikum ins Gespräch kommen.

Dr. Gottfried Lorenz ist einer der wichtigsten Chronisten der queeren Geschichte Hamburgs. Seit Jahrzehnten erforscht und dokumentiert er die Lebensrealitäten queerer Menschen in der Stadt – von der Verfolgung während der NS-Zeit über die Nachkriegsjahrzehnte bis hin zur modernen LGBTQIA+ Bewegung. Seine Arbeiten haben wesentlich dazu beigetragen, verdrängte Kapitel der Stadtgeschichte sichtbar zu machen und das historische Bewusstsein für queere Lebensgeschichten zu stärken.

Die Lesung findet im Rahmen des Projekts Regenbogenalter der Aidshilfe Hamburg statt und beginnt mit einem gemeinsamen Abendbrot unterm Regenbogen. Das Projekt richtet sich insbesondere an ältere LGBTQIA+ Menschen und schafft Räume für Begegnung, Austausch und gegenseitige Unterstützung im Alter.

Der Abend verbindet Literatur, Zeitgeschichte und persönliche Einblicke – und lädt dazu ein, über Erinnerung, Solidarität und die Bedeutung der AIDS-Krise für die queere Community zu sprechen.

Datum:  21. Mai 2025

Zeit:  17:30 Uhr bis 19:30 Uhr

Ablauf: Ab 17:30 Uhr gemeinsames Abendbrot. Die Lesung startet ab ca. 18:00 Uhr.

Ort: Nachbarschaftsheim St. Pauli, Silbersackstraße 14, 20359 Hamburg

Das Nachbarschaftsheim ist barrierearm zugänglich und liegt in unmittelbarer Nähe zur S-Bahn-Station Reeperbahnsowie zur Buslinie 16. Auf Wunsch organisieren wir gern eine Begleitung von der S-Bahn-Station zur Veranstaltung.

Veranstaltet von: Aidshilfe Hamburg e.V.

Leitung: Christian Giebel (Älterwerden unterm Regenbogen)

Die Teilnahme ist kostenlos. Spenden für das Abendbrot sind willkommen, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Hinweise

Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit für den QueerHistoryMonth können Foto- und Videoaufnahmen erstellt werden.

Der QueerHistoryMonth ist nur für Marketing und Koordination zuständig und nicht Veranstalter:in der einzelnen Veranstaltungen.

Alle organisatorischen und inhaltlichen Aufgaben, einschließlich Sicherheit, Genehmigungen und Versicherung, liegen ausschließlich bei den jeweiligen Veranstalter:innen (verantwortliche Organisation).

Der QHM haftet nicht für Inhalte, Organisation oder Schäden, die bei den Veranstaltungen entstehen. Die Veranstalter:innen stellen den QHM von allen Ansprüchen Dritter frei, einschließlich solcher wegen Verletzungen, Sachschäden oder Verlusten.

Nachbarschaftsheim St. Pauli
Silbersackstraße 14
20359 Hamburg

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